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        <name>Vogelfutter24</name>
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    <title>Blog / Atom Feed</title>
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    <updated>2026-05-15T04:06:16+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Wer frisst was</title>
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                                            Eine kleine Übersicht über die Vorlieben mancher unserer einheimischen Singvögel:
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                <![CDATA[
                 Eine kleine Übersicht über die Vorlieben mancher unserer einheimischen Singvögel: 
 
 
 
 
   
  Amseln:   Hafer-  oder Weizenflocken,  Rosinen . 
 
 
   
  Bergfinken:   geschälte Sonnenblumenkerne ,  Sämereien . 
 
 
   
  Blaumeisen / Sumpfmeisen:   Fettfutter ,  Meisenknödel ,  Sonnenblumenkerne ,  gehackte Erdnüsse  
 
 
 
 
   
  Buchfinken:   Hanf ,&amp;nbsp; gehackte Erdnüsse  
 
 
   
  Buntspechte / andere Spechtarten:   Fettfutter ,  Erdnüsse  
 
 
   
  Eichelhäher:   Erdnüsse &amp;nbsp;und&amp;nbsp; Fettfutter  
 
 
 
 
   
  Feldsperling:  „Allesfresser“ –  gehackte Nüsse ,  Fettfutter ,  getrocknete Beeren  und  Rosinen  
 
 
   
  Gartenbaumläufer:   Fettfutter , weiches  Winterfutter . 
 
 
   
  Gimpel (Dompfaffen):   Hanf ,  Sämereien ,  gehackte Erdnüsse ,  weiße Sonnenblumenkerne  
 
 
 
 
   
  Grünfinken:   gehackte Nüsse , kleine Ölsämereien ( Hanf , Mohn, etc.) sowie  geschälte Sonnenblumenkerne  
 
 
   
  Haubenmeisen:   Fettfutter ,  Meisenknödel  und  –ringe ,  gehackte Nüsse  und  Sonnenblumenkerne  
 
 
   
  Haussperlinge (Spatzen):  „Allesfresser“  gehackte Nüsse ,  Fettfutter , getrocknete  Beeren und Rosinen  
 
 
 
 
   
  Heckenbraunellen:   Mohn ,  Negersaat , sehr klein  gehackte Nüsse , feine  Sämereien  (am Boden ausgelegt) 
 
 
   
  Kernbeißer:    Sonnenblumenkerne  
 
 
   
  Kohlmeisen und andere Meisenarten:   fettiges Futter ,  geschälte Sonnenblumenkerne  und  gehackte Nüsse  
 
 
 
 
   
  Rotkehlchen:   kleine Nuss-Stückchen ,  fetthaltiges Futter , Getreideflocken 
 
 
   
  Schwanzmeisen:  fettiges, weiches  Winterfutter  
 
 
   
  Stare:   Fettfutter  
 
 
 
 
   
  Stieglitze:   Distelsamen , feine  Sämereien ,&amp;nbsp; Mohn  
 
 
   
  Tannenmeisen:  fettiges Futter wie  Meisenknödel  und – ringe ,  Hanf ,  Negersaat ,  geschälte Sonnenblumenkerne  
 
 
   
  Heckenbraunelle:   Kleinsämereien ,  Mohn  
 
 
 
 
   
  Zaunkönig:  Weichfresser –  Haferflocken , feine Sämereien&amp;nbsp;wie  Mohn ,  Negersaat  und  sehr klein gehackten Erdnüssen  (am Boden ausgelegt) 
 
 
   
  Zeisige:   Kleinsämereien ,  Meisenknödel ,  Sonnenblumenkerne  
 
 
   
  Kleiber:   Kleinsämereien ,  getrocknete Insekten ,  gehackte Nüsse  
 
 
 
 
 Quelle: wildvogelhilfe.org 
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                            <updated>2020-06-23T06:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Fütterung als moralische Verpflichtung?</title>
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                <![CDATA[
                
                                            Die ganzjährige Wildvogelfütterung ist ein heißes Thema. Das bemerken auch wir von vogelfutter24.de in unseren zahlreichen Gesprächen mit Vogelliebhabern immer wieder. Da gibt es auf der einen Seite die strengen Gegner, die eine Fütterung als Eingriff in die natürliche Selekti...
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                <![CDATA[
                 Die ganzj&amp;auml;hrige Wildvogelf&amp;uuml;tterung ist ein hei&amp;szlig;es Thema. Das bemerken auch wir von vogelfutter24.de in unseren zahlreichen Gespr&amp;auml;chen mit Vogelliebhabern immer wieder. Da gibt es auf der einen Seite die strengen Gegner, die eine F&amp;uuml;tterung als Eingriff in die nat&amp;uuml;rliche Selektion ansehen. Auf der anderen Seite stehen Experten wie Deutschlands bekanntester Ornithologe Peter Berthold, der die Ganzjahresf&amp;uuml;tterung als unsere &amp;bdquo;moralische Verpflichtung&amp;ldquo; ansieht, weil sie nur &amp;bdquo;ein schwacher Ausgleich dessen ist, was wir den V&amp;ouml;geln durch die Perfektion unserer Landwirtschaft weggenommen haben&amp;ldquo;. Und dann gibt es sehr viele, die nur im Winterhalbjahr, nur bei Frost oder bei geschlossener Schneedecke f&amp;uuml;ttern. 
 &amp;nbsp; 
 Wann und warum Sie f&amp;uuml;ttern, wissen wir (noch) nicht. Wenn Sie Lust haben, teilen Sie hier mit anderen Vogelfreunden Ihre Erfahrungen. Schreiben Sie, was Sie f&amp;uuml;ttern, wann Sie f&amp;uuml;ttern, warum Sie f&amp;uuml;ttern, welche V&amp;ouml;gel Sie regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig in Ihrem Garten begr&amp;uuml;&amp;szlig;en k&amp;ouml;nnen, wenn Sie m&amp;ouml;gen, gerne mit Fotos. 
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                            <updated>2015-09-10T11:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Experten Tipps von Norbert Kilimann</title>
            <id>https://www.vogelfutter24.de/ratgeber/expertentipps/experten-tipps-von-norbert-kilimann</id>
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                                            Wir von Vogelfutter24 möchten Ihnen nicht nur hochwertiges Vogelfutter anbieten, sondern auch wertvolle praktische Tipps rund um die Fütterung Ihrer gefiederten Freunde geben. Deshalb haben wir uns mit einem Experten getroffen, für den Vogel- und Naturschutz zum Alltag dazu ge...
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                  Vogel-Experte aus Leidenschaft  
 Kilimann beobachtet und fotografiert die Wildv&amp;ouml;gel aus Leidenschaft . &quot;Das ist ganz sch&amp;ouml;n spannend, wenn man zum Beispiel zwei Rotkehlchen beobachtet, wie die sich streiten. Da geht es richtig zur Sache. Oder wenn man mit dem Fernglas die Nuancen des Gefieders betrachtet, das ist ein echter Sehgenuss.&quot; 
 Er w&amp;uuml;nscht sich mehr Futterpl&amp;auml;tze in der N&amp;auml;he von Krankenh&amp;auml;usern und Seniorenheimen. 
  &quot;Das w&amp;auml;re doch eine Bereicherung f&amp;uuml;r die Menschen.&quot;  
 Und f&amp;uuml;r Kinder sieht er in der Vogelbeobachtung eine M&amp;ouml;glichkeit, sie an den Naturschutz heranzuf&amp;uuml;hren. &quot;Wenn sie sich daf&amp;uuml;r interessieren, wie eigentlich ein Rotkehlchen aussieht, ist doch schon viel gewonnen.&quot; Speziell f&amp;uuml;r Familien bietet das Umweltfest am Haus der Natur am Sonntag, 29. September, ein attraktives Programm. 
 
 
 
 Warum ist die Ganzjahresf&amp;uuml;tterung von Wildv&amp;ouml;geln sinnvoll? 
  F&amp;uuml;r Deutschlands bekanntesten Ornithologen Peter Berthold steht das au&amp;szlig;er Frage. &quot;Die F&amp;uuml;tterung ist nur ein schwacher Ausgleich dessen, was wir den V&amp;ouml;geln durch die Perfektion unserer Landwirtschaft weggenommen haben. Deshalb haben wir eine moralische Verpflichtung zum F&amp;uuml;ttern&quot;, sagt er im Interview mit WELT ONLINE ( Link zu komplettem Interview ). Gerade im Innenstadtbereich fehlt es an&amp;nbsp; Feldern und Blumenwiesen, die Nahrung f&amp;uuml;r die Wildv&amp;ouml;gel bieten.   NABU Herne: Drei Jahre Praxiserfahrung   Die Stadt Herne im Herzen des Ruhrgebiets beispielsweise ist &amp;uuml;ber 70 Prozent versiegelt und gilt mit noch 180 ha Wald als wald&amp;auml;rmste Stadt Nordrhein-Westfalens. Der NABU Herne hat die Ganzjahresf&amp;uuml;tterung mittlerweile seit drei Jahren in der Praxis getestet. &quot;Meiner Meinung nach macht sie Sinn&quot;, betont Kilimann, ein Natursch&amp;uuml;tzer der ersten Stunde, seit 1986 beim NABU aktiv. Innerhalb eines Jahres hat er 35 Vogelarten an den Futterpl&amp;auml;tzen des NABU beobachten k&amp;ouml;nnen, Ende Februar/Anfang M&amp;auml;rz teilweise bis zu 200 V&amp;ouml;gel gleichzeitig.   Mehr Jungtiere, seltene Vogelarten   &quot;Die Forschungsergebnisse von Professor Berthold kann man nicht einfach ignorieren. Unsere positiven Erfahrungen best&amp;auml;tigen diese nur&quot;, betont Kilimann. So gehe in Herne die Zahl der Jungtiere stetig nach oben. Die Kohlmeisen beispielsweise h&amp;auml;tten fast alle 12 Jungtiere. Kilimann hat sie genau beobachtet: &quot;Sie fliegen nur f&amp;uuml;r ihre Eigenversorgnung zu den Futterpl&amp;auml;tzen, f&amp;uuml;r ihre Jungen gehen sie auf die Jagd.&quot; Es k&amp;auml;men auch nicht - wie oft von Gegnern der Ganzjahresf&amp;uuml;tterung behauptet - nur &quot;Allerweltsv&amp;ouml;gel&quot;, sondern auch durchaus mittlerweile seltene Vogelarten wie Erlenzeisige,Birkenzeisige,Distelfinken zu den Futterstellen. 
 
 
 Wann sollte man mit der Winterf&amp;uuml;tterung beginnen? 
 Wer nur im Winter f&amp;uuml;ttern m&amp;ouml;chte, sollte auf jeden Fall im September damit anfangen und bis M&amp;auml;rz durchhalten. Denn die V&amp;ouml;gel m&amp;uuml;ssen sich erst an einen Futterplatz gew&amp;ouml;hnen, damit sie bei Frost und Schnee sofort wissen, wo sie suchen m&amp;uuml;ssen. Kilimann macht deutlich: &quot;So ein kleiner Vogel, der vielleicht 15 - 20 Gramm wiegt, hat nicht viele Energiereserven. Der hat morgens nur ein bis zwei Stunden Zeit um Nahrung zu finden. Wenn er in diesem Zeitraum nichts gefunden hat, erfriert er.&quot;&amp;nbsp;&amp;nbsp; 
 
 
 Wie sieht ein sinnvoller Futterplatz aus? 
 Wie sollte man den V&amp;ouml;geln das Futter reichen? Braucht man &amp;uuml;berhaupt ein Futterhaus oder kann man das Futter einfach auf den Boden zu sch&amp;uuml;tten? Die optimale L&amp;ouml;sung f&amp;uuml;r alle Vogelarten gibt es nat&amp;uuml;rlich nicht. Heckenbraunellen und Zaunk&amp;ouml;nige beispielsweise fressen am liebsten am Boden. Meisen, Buntspechte und Kleiber zum Beispiel fressen am liebsten an h&amp;auml;ngend befestigten und frei schwingenden Futterpl&amp;auml;tzen. Besonders beliebt bei ihnen sind die typischen Meisenkn&amp;ouml;del, Futterglocken sowie Meisenringe. Au&amp;szlig;erdem freuen sie sich &amp;uuml;ber N&amp;uuml;sse in speziellen Futters&amp;auml;ckchen. Der Trend geht aber immer mehr zu Meisenkn&amp;ouml;deln ohne Netz. Diese werden einfach in Spendern angeboten.    So wenig wie m&amp;ouml;glich Angriffsfl&amp;auml;che f&amp;uuml;r Katzen bieten   Amseln, Sperlinge, Finken, Ammern oder Rotkehlchen bevorzugen einen fest montierten Futterplatz. Sehr beliebt f&amp;uuml;r die Vogelf&amp;uuml;tterung und auch ein optischer Blickfang im Garten sind Vogelh&amp;auml;user im Landhausstil zum Aufstellen oder Aufh&amp;auml;ngen. Frei aufgestellte H&amp;auml;uschen sollten am besten auf einem Untergrund stehen, an dem Katzen und andere Fressfeinde nicht empor klettern k&amp;ouml;nnen. Aber man sollte bedenken, dass Katzen gut klettern und auch recht hoch springen k&amp;ouml;nnen. Das hei&amp;szlig;t: Die Vogelh&amp;auml;user am besten in etwa 120 cm H&amp;ouml;he aufstellen bzw. aufh&amp;auml;ngen &amp;ndash; bei einer Entfernung von mindestens 1,50 Meter zum n&amp;auml;chsten Baumstamm. Auch Fensterb&amp;auml;nke, Gartenm&amp;ouml;bel, dicke &amp;Auml;ste usw. sollten sich nicht in unmittelbarer N&amp;auml;he des Vogelhauses befinden.   Hygiene ist wichtig: Vogelh&amp;auml;user m&amp;uuml;ssen regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig gereinigt werden   Bei der Innengestaltung der Vogelh&amp;auml;user kommt es darauf an, dass der Abstand zwischen Boden und Dachspitze m&amp;ouml;glichst gro&amp;szlig; ist, damit sich auch scheue Vogelarten hineintrauen. Die seitlichen Einflug&amp;ouml;ffnungen d&amp;uuml;rfen aber nicht zu gro&amp;szlig; sein, sonst fressen sich Eichh&amp;ouml;rnchen und Stadttauben am Vogelfutter satt. Au&amp;szlig;erdem muss das Vogelhaus selbstverst&amp;auml;ndlich regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig von Vogelkot gereinigt werden.   M&amp;ouml;glichst freie Sicht f&amp;uuml;r die V&amp;ouml;gel am Futterplatz   Bew&amp;auml;hrt haben sich in der Praxis auch so genannte Futters&amp;auml;ulen, die sich leicht h&amp;auml;ngend befestigen lassen. Hier kommt das Futter normalerweise nicht mit dem Vogelkot in Kontakt , Eichh&amp;ouml;rnchen und Stadttauben k&amp;ouml;nnen nicht an das Futter heran.  Kilimann empfiehlt f&amp;uuml;r den Privatgarten zwei wettergesch&amp;uuml;tzt untergebrachte gro&amp;szlig;e Futters&amp;auml;ulen mit jeweils sechs Sitzpl&amp;auml;tzen. Wichtig f&amp;uuml;r die V&amp;ouml;gel ist vor allen Dingen eine freie Sicht. Das hei&amp;szlig;t: Die Futterpl&amp;auml;tze sollten sich m&amp;ouml;glichst nicht an dicht bewachsenen Stellen befinden, an denen sich beispielsweise eine Katze im Geb&amp;uuml;sch verstecken kann. Ein gewisser Abstand zum Haus beziehungsweise zur Terrasse ist hilfreich, um scheuen V&amp;ouml;geln den Zugang zu vereinfachen.  Qualit&amp;auml;t entscheidet   Auf jeden Fall sollte man auf die Qualit&amp;auml;t achten: Die S&amp;auml;ulen mit Metallkappen halten mehrere Jahre, w&amp;auml;hrend S&amp;auml;ulen mit Plastikbestandteilen schnell von Eichh&amp;ouml;rnchen zerbissen werden k&amp;ouml;nnen.   Tr&amp;auml;nke nicht vergessen   Ein vogelfreundlicher Garten bietet mehr als nur Futterstellen, beispielsweise Hecken und alles, was Stacheln und Fr&amp;uuml;chte tr&amp;auml;gt. Ganz wichtig ist auch eine Tr&amp;auml;nke - in der der einfachsten Variante eine Sch&amp;uuml;ssel mit kaltem Wasser auf einen zirka 50 Zentimeter hohen Pfahl gestellt. 
 
 
 Welches Futter kommt bei den meisten gut an? 
 Entscheidend ist die Qualit&amp;auml;t des Futters -billige Futtermischungen mit einem hohen Weizenanteil verschm&amp;auml;hen die allermeisten Wildv&amp;ouml;gel und ziehen Tauben an.&amp;nbsp;An den Futterstellen des NABU Herne fressen die V&amp;ouml;gel am liebsten gesch&amp;auml;lte, gehackte Sonnenblumenkerne, gehackte Erdn&amp;uuml;sse, Mehlw&amp;uuml;rmer, Fetthaferflocken, Rosinen und Hanf.    Ein gutes Futterangebot spricht sich schnell unter den V&amp;ouml;geln herum   F&amp;uuml;r den Start im Privatgarten empfiehlt Kilimann zwei Futters&amp;auml;ulen - eine mit gesch&amp;auml;lten Sonnenblumenkernen gef&amp;uuml;llt, eine mit gehackten Erdn&amp;uuml;ssen, dazu Meisenkn&amp;ouml;del ohne Netz und Fettbl&amp;ouml;cke. &quot;Nach einer Woche hat sich das Angebot bestimmt unter den V&amp;ouml;geln herumgesprochen und es kommen etliche Amseln und Meisen vorbei&quot;, ist sich Kilimann sicher. Manchmal braucht es auch ein bisschen mehr Geduld - vor allem, wenn in den direkten Nachbarg&amp;auml;rten schon mehrere etablierte Futterpl&amp;auml;tze bestehen. 
 
 
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                            <updated>2015-09-07T17:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Vögel füttern ist unsere moralische Pflicht</title>
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                                            Vögel füttern ist unsere moralische Pflicht Interview mit Prof. Peter Berthold. (Quelle: Welt Online http://www.welt.de)
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                <![CDATA[
                 Interview mit Prof. Peter Berthold. (Quelle: Welt-Online http://www.welt.de) 
 
  WELT ONLINE: &amp;nbsp;Herr Berthold, jahrelang haben uns Natursch&amp;uuml;tzern erkl&amp;auml;rt, dass Vogelh&amp;auml;uschen &amp;ouml;kologisch unsinnig sind und nichts weiter als eine Marotte sentimentaler Tierfreunde. Jetzt kommen Sie und sagen: alles Quatsch! Wieso? 
   Peter Berthold: &amp;nbsp;Leider wurde der &amp;Ouml;ko-Mythos vom nutzlosen Vogelf&amp;uuml;ttern von einigen Naturschutzverb&amp;auml;nden sehr erfolgreich verbreitet. Die wissenschaftlichen Fakten sprechen dagegen . 
  WELT ONLINE : Wann kamen Vogelh&amp;auml;uschen eigentlich auf? 
   Berthold: &amp;nbsp;Deutschland hat im Grunde genommen das Vogelf&amp;uuml;ttern erfunden. Bereits im sp&amp;auml;ten 19. Jahrhundert erschienen popul&amp;auml;re B&amp;uuml;cher dar&amp;uuml;ber. Die damaligen Vogelsch&amp;uuml;tzer f&amp;uuml;tterten t&amp;uuml;chtig und besch&amp;auml;ftigten sich auch mit der Biologie des Vogelf&amp;uuml;tterns. In vielen L&amp;auml;ndern ist das so geblieben, vor allem in der Vogelsch&amp;uuml;tzer-Nation Nummer eins: England. Dort wurde das F&amp;uuml;ttern nie in Frage gestellt. Im Gegenteil, die Engl&amp;auml;nder haben schon vor drei&amp;szlig;ig Jahren damit begonnen ganzj&amp;auml;hrig zu f&amp;uuml;ttern und nicht nur im Winter.  
  WELT ONLINE : Ganzj&amp;auml;hrig? 
   Berthold: &amp;nbsp;Ja ganzj&amp;auml;hrig. V&amp;ouml;gel, die das ganze Jahr &amp;uuml;ber gef&amp;uuml;ttert werden, br&amp;uuml;ten fr&amp;uuml;her, legen mehr Eier und mehr ihrer Jungen &amp;uuml;berleben. Die Ganzjahresf&amp;uuml;tterung erh&amp;ouml;ht auch die Vogeldichte, mehr V&amp;ouml;gel siedeln sich an. Das kann man ganz leicht im Garten feststellen, wenn man Nistk&amp;auml;sten aufh&amp;auml;ngt. Ohne F&amp;uuml;tterung sind immer nur wenige besetzt, mit F&amp;uuml;tterung fast alle. Wenn sie nur bei Frost f&amp;uuml;ttern ist das so, als wenn ein Wirt f&amp;uuml;nf vor zw&amp;ouml;lf ein Schild am Gasthaus anbringt, auf dem steht &#039;Hier Mittagstisch&#039;. V&amp;ouml;gel haben bei Temperaturen von minus zehn Grad morgens ungef&amp;auml;hr eine Stunde, um etwas Essbares zu finden. Gelingt ihnen das nicht, setzen sie sich irgendwo hin und verabschieden sich, weil sie leer gebrannt sind. Das hei&amp;szlig;t, wenn sie den Futterplatz nicht schon vorher kennen, haben sie kaum eine Chance ihn zu finden, wenn sie die Energiezufuhr am dringendsten ben&amp;ouml;tigen.  
  WELT ONLINE: &amp;nbsp;Und warum kamen die deutschen Vogelsch&amp;uuml;tzer vom F&amp;uuml;ttern ab? 
   Berthold: &amp;nbsp;Der Naturschutz wurde in den 70er-Jahren politischer. Die Aktivisten st&amp;uuml;rzten sich auf die Lobbyarbeit und den Habitatschutz. Sie blickten ver&amp;auml;chtlich auf den Vogelschutz fr&amp;uuml;herer Jahre, auf Futterh&amp;auml;uschen und Nistk&amp;auml;sten. So etwas galt als altbackene &#039;Piepmatzologie&#039;. Au&amp;szlig;erdem gibt es in den Naturschutzverb&amp;auml;nden immer mehr hauptberufliche Mitarbeiter, die versorgt werden m&amp;uuml;ssen. Vogelf&amp;uuml;ttern und Nistk&amp;auml;sten sind relativ teuer. Eine gute Gelegenheit, Geld zu sparen.  
  WELT ONLINE: &amp;nbsp;Aber was ist mit den &amp;ouml;kologischen Argumenten gegen das F&amp;uuml;ttern? Eines lautet, dass nur bestimmte ohnehin h&amp;auml;ufige Arten, wie Stadttauben und Amseln davon profitieren. 
   Berthold:  Das kann passieren, wenn man die Richtlinien des Naturschutzbundes Deutschland befolgt, dass man nur f&amp;uuml;ttern soll, wenn Schnee liegt und die Temperatur auf minus f&amp;uuml;nf Grad sinkt. Dann darf man sich nicht wundern, wenn nur die Allerweltsarten erscheinen, die um die Ecke wohnen. Wer ganzj&amp;auml;hrig f&amp;uuml;ttert wird feststellen, es k&amp;ouml;nnen pro Tag bis zu 1000 Individuen aus 30 bis 70 Arten kommen.  
   WELT ONLINE: &amp;nbsp;Welche k&amp;ouml;nnen das sein? 
   Berthold:  Wir haben beim Max-Planck-Institut f&amp;uuml;r Ornithologie unglaubliche Berichte erhalten, sogar von einem Auerhahn, der regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig ein Futterh&amp;auml;uschen in Bayern besuchte.  
  WELT ONLINE : Und im Normalfall? 
   Berthold: &amp;nbsp;Logischerweise werden in erster Linie Amseln, Kohlmeisen und andere h&amp;auml;ufige Arten angelockt. Es gibt mehr davon, also kommen mehr. Wenn von einer Art auf f&amp;uuml;nf Quadratkilometern nur ein Paar lebt, ist es unwahrscheinlich, dass die beiden ausgerechnet an meiner Futterstelle auftauchen. Man muss viele V&amp;ouml;gel lange f&amp;uuml;ttern, damit auch die Seltenen sich einfinden. Das kann dauern. Sie werden erst aus sicherem Abstand den anderen beim Essen zusehen. Manche &amp;uuml;berwinden erst nach langem Z&amp;ouml;gern ihre Scheu.  
  WELT ONLINE: &amp;nbsp;Ein anderes Argument lautet, das Vogelfutter kommt den Ratten zugute. 
   Berthold : Unsinn. Ratten dr&amp;uuml;cken sich in dunklen Ecken herum und meiden offene Fl&amp;auml;chen. Die kommen h&amp;ouml;chsten nachts an eine Futterstelle. Wer ganz sicher gehen will, w&amp;auml;hlt ein Silo-System, da f&amp;auml;llt weniger runter. Man kann zus&amp;auml;tzlich noch einen Untersetzer darunter montieren.  
  WELT ONLINE: &amp;nbsp;Es hei&amp;szlig;t, die V&amp;ouml;gel w&amp;uuml;rden sich in Vogelh&amp;auml;uschen gegenseitig durch ihren Kot infizieren. 
   Berthold: &amp;nbsp;Grunds&amp;auml;tzlich sind Kleinv&amp;ouml;gel &amp;auml;u&amp;szlig;erst unempfindlich gegen Krankheiten. Sie leben mit einer K&amp;ouml;rpertemperatur von 43 bis 44 Grad. Keime haben dadurch fast keine M&amp;ouml;glichkeit sich zu etablieren. Es gibt eine wissenschaftliche Arbeit &amp;uuml;ber die Infektionsgefahr an Futterstellen. Dabei kam heraus, dass selbst an Vogelh&amp;auml;uschen, die ein Jahr lang niemand s&amp;auml;uberte, die V&amp;ouml;gel gesund blieben. Eigentlich ist das nicht verwunderlich. Man muss sich nur einmal vorstellen, welche Bedingungen die V&amp;ouml;gel vor 200 Jahren in den D&amp;ouml;rfern vorfanden: Schlammstra&amp;szlig;en voller F&amp;auml;kalien.  
  WELT ONLINE: &amp;nbsp;F&amp;uuml;hrt das F&amp;uuml;ttern nicht zu einem &amp;Uuml;berangebot an Nahrung? 
   Berthold: &amp;nbsp;Nein. 1950 produzierten die Wildpflanzen in der deutschen Agrarlandschaft noch &amp;uuml;ber eine Million Tonnen Samen. Wer so alt ist wie ich, kann sich erinnern, wie die Kartoffel&amp;auml;cker im Herbst aussahen. Die waren mit Unkraut &amp;uuml;berwuchert. Auf den Getreidefeldern wuchsen Klatschmohn, und Kornblumen. Die Wiesen wurden erst im Sommer gem&amp;auml;ht, weil aus dem Gras Heu gemacht wurde und nicht Silage. So konnten die Gr&amp;auml;ser noch Samen produzieren.  
   Die F&amp;uuml;tterung ist nur ein schwacher Ausgleich dessen, was wir den V&amp;ouml;geln durch die Perfektion unserer Landwirtschaft weggenommen haben. Deshalb haben wir eine moralische Verpflichtung zum F&amp;uuml;ttern.  
  WELT ONLINE: &amp;nbsp;Wie sieht eine gute Futterstelle aus? 
   Berthold: &amp;nbsp;Gro&amp;szlig;e Grundfl&amp;auml;che, ein Dach auf hohen S&amp;auml;ulen damit auch gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere V&amp;ouml;gel wie Spechte das Angebot nutzen k&amp;ouml;nnen. Das hat auch den Vorteil, dass die Besucher rundum gut sehen k&amp;ouml;nnen, ob eine Katze kommt. Es gibt heute auch Silo-Systeme, die viele Vorteile haben. Sie bleiben sauberer und sind besser gegen Feuchtigkeit gesch&amp;uuml;tzt.  
  WELT ONLINE: &amp;nbsp;Und was soll man f&amp;uuml;ttern? 
   Berthold:  Ideal ist eine Kombination aus K&amp;ouml;rnerstreufutter Meisenkn&amp;ouml;deln. Fett ist der Treibstoff der V&amp;ouml;gel. Sie verbrennen Fett, vor allem in ihren Flugmuskeln &amp;ndash; im Gegensatz zu uns Menschen, die wir Kohlehydrate verbrennen. Deshalb sind Meisenkn&amp;ouml;del auch im Sommer wichtig, weil die V&amp;ouml;gel da viel mehr fliegen, um die vielen Insekten zu fangen, die ihre Jungen brauchen. Sehr gut sind Erdn&amp;uuml;sse, die sollte man aber in speziellen Futterspendern anbieten, die nur f&amp;uuml;r V&amp;ouml;gel zug&amp;auml;nglich sind. Sonst werden sie von den Eichh&amp;ouml;rnchen geholt.  
  WELT ONLINE: &amp;nbsp;Und was soll man keinesfalls f&amp;uuml;ttern? 
   Berthold: &amp;nbsp;Keine K&amp;uuml;chenabf&amp;auml;lle und Essensreste. Altes Brot ist oft mit Schimmelpilzen belastet, die selbst V&amp;ouml;gel schlecht vertragen, au&amp;szlig;erdem enthalten menschliche Speisen viel zu viel Salz und scharfe Gew&amp;uuml;rze.  
  WELT ONLINE: &amp;nbsp;Wo soll man V&amp;ouml;gel f&amp;uuml;ttern? 
   Berthold : Im Prinzip &amp;uuml;berall. Je n&amp;auml;her ein Futterplatz am nat&amp;uuml;rlichen Lebensraum liegt, desto mehr kommen. Aber auch das Vogelh&amp;auml;uschen auf dem Fensterbrett im siebten Stock in Berlin hilft, selbst wenn am Tag nur eine Kohlmeise, ein Spatz und eine Amsel vorbei kommen. Man kann V&amp;ouml;gel durchaus an solche Orte gew&amp;ouml;hnen. Manche Sperlingspopulationen in den Gro&amp;szlig;st&amp;auml;dten &amp;uuml;berleben nur durch die F&amp;uuml;tterung.  
  WELT ONLINE: &amp;nbsp;Was n&amp;uuml;tzt es, den Garten vogelfreundlich zu gestalten? 
   Berthold: &amp;nbsp;Sehr viel - aber F&amp;uuml;ttern bringt noch mehr. Beeren und Obst von Gartenb&amp;auml;umen und Str&amp;auml;uchern reichen nicht aus, das ist Zusatzfutter. V&amp;ouml;gel verhungern, wenn sie nur Obst zur Verf&amp;uuml;gung haben. Sie brauchen Samen. Doch selbst ein 500 Quadratmeter gro&amp;szlig;er optimaler Wildkr&amp;auml;utergarten bringt nur f&amp;uuml;nf Kilogramm S&amp;auml;mereien im Jahr hervor. Das reicht gerade mal f&amp;uuml;r drei Gr&amp;uuml;nlingspaare. Ein Garten ist gut f&amp;uuml;r Verstecke und Brutpl&amp;auml;tze. Doch f&amp;uuml;r die Ern&amp;auml;hrung der V&amp;ouml;gel bringt ein Vogelhaus mehr als der wildeste &amp;Ouml;kogarten, selbst wenn es auf einem ein kurz rasierten &#039;Psychopatenrasen&#039; steht.  
  WELT ONLINE: &amp;nbsp;Was passiert in der Zeit der Jungenaufzucht. Da brauchen V&amp;ouml;gel Insekten, die man nicht ersetzen kann? 
   Berthold: &amp;nbsp;Dazu hat man Versuche gemacht, mit eiwei&amp;szlig;reichem Spezialfutter. Aber es funktionierte nicht. Der R&amp;uuml;ckgang der Insekten ist ein riesiges Problem f&amp;uuml;r manche Vogelarten. Wer in den fr&amp;uuml;hen 60er-Jahren mit dem Auto &amp;uuml;bers Land fuhr, musste nach kurzer Zeit die Scheiben abkratzen, weil sich eine Schicht aus toten Insekten gebildet hatte. Wenn wir heute am Max-Planck-Institut Lichtfallen aufstellen, fangen wir nur noch ein Viertel der Insektenmenge, die in den 60er-Jahren in die Falle ging. Eine Vogelmutter die ihre Jungen aufzieht, muss folglich viel h&amp;auml;rter arbeiten als damals. Da hilft es ihr, wenn sie wenigstens genug Treibstoff zum Fliegen bekommt.  
  WELT ONLINE:  Das Vogelf&amp;uuml;ttern kann sogar die Routen der Zugv&amp;ouml;gel beeinflussen, wie Sie erforscht haben... 
   Berthold:  Einzelne M&amp;ouml;nchsgrasm&amp;uuml;cken zogen auch fr&amp;uuml;her schon statt in den Mittelmeerraum nach S&amp;uuml;dengland, weil dort die Winter meist mild sind. Aber erst als das Vogelf&amp;uuml;ttern in England so richtig in Mode kam, stellten sehr viele ihr Zugverhalten um.  
  WELT ONLINE: &amp;nbsp;Welchen Effekt hat F&amp;uuml;ttern auf Menschen? 
   Berthold:  Es ist eine der beste Naturkundeunterricht, den man sich vorstellen kann. Selbst ich, der ich &amp;uuml;ber 50 Jahre mit V&amp;ouml;geln arbeite, lerne an der Futterstelle jedes Jahr etwas Neues.  
  WELT ONLINE:  Ihr Rat an die Leser? 
   Berthold: &amp;nbsp;Verbinden Sie ihre Di&amp;auml;t mit dem Naturschutz. Einfach die H&amp;auml;lfte essen und f&amp;uuml;r das gesparte Geld Vogelfutter kaufen. 100 Gramm Leberwurst enthalten 50 Gramm Fett. Damit fliegt ein Sumpfrohrs&amp;auml;nger von Norddeutschland nach S&amp;uuml;dafrika.  
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  Quelle: Welt Online - http://www.welt.de    Lesetipp: Peter Berthold und Gabriele Mohr, &quot;V&amp;ouml;gel f&amp;uuml;ttern &amp;ndash; aber richtig&quot;, Franck-Kosmos, Stuttgart, 95 Seiten, 7,95 Euro  
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